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Das Netzwerk

Ein Netzwerk kann man in 2 große Gruppen unterteilen, LAN und WAN.

LAN

LAN (Local Area Network) ist ein räumlich begrenztes Computer-Netzwerk, zum Beispiel innerhalb eines Betriebes oder Hauses. LAN´s sind als feste Installation überall dort zu finden, wo mehrere Computer dauerhaft miteinander verbunden werden. Für einzelne Veranstaltungen z.B. LAN-Partys werden diese Netzwerke aber auch temporär aufgebaut.
Ein LAN wird heute meist als Ethernet über Twisted Pair Kabel aufgebaut. Damit ist eine Übertragungsgeschwindigkeit bis 100 MBit/s möglich. Fast Ethernet mit einer Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 1000 MBit/s Datendurchsatz (Gigabit-LAN) holt aber mehr und mehr auf. Auf vielen Mothboards sind heute Onboard-Netzwerkchips vorhanden, die für das Gigabit-LAN ausgelegt sind. Das früher übliche Token Ring verliert immer mehr an Bedeutung.

Die drahtlosen lokalen Netzwerke nennt man Wireless LAN. Um zum kabelgebundenen LAN kompatibel zu sein, werden sie mittels eines Standarts aus der Gruppe IEEE 802.11 ralisiert.

Wie richtet man eine LAN-Verbindung ein ?

Als erstes braucht man mindestens 2 Computer. In jedem Computer muss sich eine Netzwerkkarte oder ein Netzwerkchip auf dem Motherboard befinden. Standart sind heute Netzwerkkarten oder Onboardchips mit RJ 45 Anschluss. Diese Netzwerkkarte muss durch einen Treiber korrekt installiert sein. Weiter muss das TCP/IP Internetprotokoll installiert sein. Jetzt gibt man jeder Karte eine feste IP-Adresse. Erreichbar ist das am Beispiel Windows XP unter Systemsteuerung/Netzwerkverbindungen/LAN-Verbindung/Eigenschaften. Die IP-Adresse beider Netzwerkkarten darf nicht gleich sein und wird in der Form 192.168.0.x eingegeben. Es können zwar noch andere Adressbereiche genutzt werden, ich benutze aber der Einfachheit halben meist diesen Bereich. Für das x können Zahlen zwischen 1 und 254 stehen. Weiter sollte man jedem Computer einen Namen geben sowie beide in einer Arbeitsgruppe zusammenfassen. Das macht man bei Windows XP unter Systemsteuerung/System/Computername. Nun kann man die beiden Computer mit einem Kabel verbinden.

crossover

Achtung, bei der direkten Verbindung von 2 Rechnern ist ein Crossoverkabel zu verwenden. Bei diesem Kabel sind die Adern von PIN 1 und 3 sowie 2 und 6 überkreuzt, so das der "Eingang" vom Computer 1 am "Ausgang" vom Computer 2 horcht und umgekehrt.

Um zu sehen, ob alles richtig eingerichtet worden ist, kann man den jeweilig anderen Computer anpingen. Dazu gibt man in der Eingabeaufforderung ein: ping Netzwerkadressse des anderen Computers oder ping Computername des anderen Computers. Ist alles richtig eingerichtet, sollte zum Beispiel folgendes erscheinen:

ping

 

Falls dies nicht funktioniert und alle Pakete als verloren angezeigt werden, prüft man auf beiden Computern, ob die Loopback-Adresse erreichbar ist. Dazu gibt man in der Eingabeaufforderung ein: ping 127.0.0.1 oder ping localhost. Ist das in Ordnung, überprüft man die Treiber (eventuell neuere Treiber installieren) und die gesamte Konfiguration noch einmal.

Funktioniert das Anpingen der Computer mit der IP-Adresse und dem Computernamen, hat man sein Mininetzwerk schon fast fertig. Jetzt kann man Ordner freigeben, damit der andere Computer darauf zugreifen kann. Dazu auf den jeweiligen Ordner mit der rechten Maustaste klicken, unter "Freigabe und Sicherheit" kann man den Ordner freigeben. Ausserdem kann man hier festlegen, was der Benutzer, der auf diesen Ordner zugreift, alles darf (Lesen, Schreiben, Löschen). Falls man im Menü des Ordners den Button "Freigabe und Sicherheit" nicht findet, dann ist die Datei- und Druckerfreigabe (zu finden unter Systemsteuerung/Netzwerkverbindungen/LAN Verbindung/Eigenschaften) nicht installiert. Windows XP installiert die Datei- und Druckerfreigabe normalerweise von Haus aus mit.